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Peter Heid Bericht Weinheimer Nachrichten

LAUDENBACH. „Ein gemütliches Beisammensein des harten Kerns“ – Jürgen Zang, der nach seinem Rückzug aus dem stressbeladenen Amt des Vorsitzenden vor Jahresfrist auf Vorstandsbeschluss nunmehr als „Geschäftsführer“ firmiert, brachte auf den Punkt, was offensichtlich war

: die wenigen Getreuen fanden in der Jahreshauptversammlung des derzeit 282 Mitglieder zählenden RSC im Nebenzimmer der Bahnhofsgaststätte an einem langen Tisch Platz. Gelinde Enttäuschung deshalb auch bei Ralf Schmitt, der seinen ersten Rechenschaftsbericht als neuer RSC-Chef gerne vor größerer Kulisse abgegeben hätte. Dabei hatte er neben der Beteiligung an öffentlichen Veranstaltungen und einer gelungenen gemeinsamen Weihnachtsfeier mit dem KSV Sulzbach – abgesehen von einem verunglückten Start der Pokalrunde – überwiegend Positives zu berichten. Die Kampfgemeinschaft mit dem KSV Sulzbach habe sich im ersten Jahr nach ihrer Gründung zufriedenstellend formiert und vor allem die Ringer-Nachwuchsteams, längst bekannt als „Bergsträßer Ringerkids – BERIKI“, seien immer mehr als starke Ringkampfgemeinschaft zusammengewachsen. Jedenfalls sei die Fusion zum Wohle beider Vereine die einzig richtige Entscheidung gewesen, die natürlich im Einzelnen noch der einen oder anderen Nachbesserung bedürfe. Ausdrücklich lobte der Vorsitzende die herausragende Jugendarbeit von Jutta und Michael Schmitt und das persönliche Engagement einiger ehemalige und noch aktiver Sportler bei der Gestaltung des Trainings. In Bezug zu den RSC-eigenen Breitensport-Abteilungen Tanz und Martial-Arts regte Schmitt für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit. Für den Technischen Leiter des Vereins, Markus Simon, ergänzte der Vorsitzende die Berichterstattung mit einem Rückblick auf die Sportereignisse. Insgesamt habe der Verein sehr schöne Erfolge zu verzeichnen, obwohl eine bessere Platzierung als der 7. Platz in der Oberliga nach anfänglich unerwarteten Siegen möglich gewesen wäre, auch das Abschneiden der 2. Mannschaft mit dem 3. Platz war sehr erfreulich.

Im Auftrag von Schatzmeister Christian Wieland übernahm Jürgen Zang die Zusammenfassung der rundum zufriedenstellenden Vereinsbilanzen. Der Geschäftsführer wertete das auch als Ergebnis der sportlichen Fusion von RSC und KSV Sulzbach. Die Gründung der Kampfgemeinschaft sei eine richtige Entscheidung gewesen, die „Sulzbach und uns gerettet hat“, bestätigte er die Einschätzung des Vorsitzenden. Zang zeigte sich angesichts der von Schatzmeister Wieland vorgelegten Jahresrechnung überzeugt, dass der Verein auch das laufende Jahr mit einem guten Ergebnis abschließen werde. Die Kassenprüfer Karl Beck und Martin Hennig hatten diesem Kassensturz nur lobende Worte hinzuzufügen. Der Kassier wurde, ebenso wie der gesamte Vorstand, von der Versammlung einstimmig entlastet, nachdem Jutta Schmitt im Rahmen der Aussprache dem Verein insgesamt eine ausgesprochen positive Grundhaltung bescheinigt hatte. „Unser ganzer Stolz sind die vielen Kinder und Jugendlichen“, sagte die Erfolgstrainerin. Vielleicht nicht ganz ohne den heimlichen Wunsch, aus den Reihen der Eltern könne auch der Nachwuchs für die Vorstandsarbeit kommen, denn wie der nachfolgende Wahlgang zeigte, konnte weder das Amt des Schriftführers noch das des Pressewartes neu besetzt werden. So einigte sich der Vorstand darauf, die entsprechenden Aufgaben vorläufig in Teamarbeit zu erledigen und Jürgen Zang dankte ausdrücklich allen, die sich für ein Ehrenamt im Vorstand zur Verfügung gestellt hatten. Stefan Schmitt bleibt 2. Vorsitzender, auch Kassier Christian Wieland wurde im Amt bestätigt, Kassenrevisor Martin Hennig erhält Michael Schmitt als Vize. Markus Simon gab sein Amt als Technischer Leiter an Marc Heinzelbecker ab, die Riege der Beisitzer wurde um Arcadiusz Böhm und Cedric Kriz ergänzt.

Der bei jeder Generalversammlung gefürchtete „TOP Verschiedenes“ geriet unter dem Stichwort „Beitragserhöhung“ auch beim RSC zum heiß diskutierten Knackpunkt mit Argumenten, die schließlich nicht zu schlagen waren. „Wir haben richtig gute (Jugend-)Trainer“ verwies Michael Schmitt auf vorzeigbare Erfolge und überzeugte die Versammlung davon, dass erfolgsorientierte Jugendarbeit zum Nulltarif unmöglich sei. Die Versammlung beschloss ohne Gegenstimmen, die Jahresbeiträge für die Jugend von bisher 24 Euro auf 40 Euro zu erhöhen. Erwachsene zahlen künftig 60 Euro (bisher 48) und für Familien erhöht sich der Beitrag von bisher 90 auf 100 Euro. he