Laudenbach/Sulzbach. "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit": Um das, nicht zuletzt mit Blick auf die geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu vermeiden, bündeln die Ringervereine aus Laudenbach und Sulzbach ihre Kräfte.

Die Nachwuchsringer beider Vereine trainieren seit März zusammen und gehen zukünftig unter der Bezeichnung "Bergsträßer Ringer Kids" (kurz "BERIKI") auf die Matte. Parallel zum Leistungssport gibt es bei "BERIKI" eine steigende Anzahl an Kindern, die das Ringen aus "Spaß an der Freud" betreiben.

Bei den Leistungssportlern steht die Vorbereitung und Teilnahme an Wettkämpfen im Vordergrund. Die Breitensportler haben Spaß am anspruchsvollen und spaßbetonten Training und bereiten sich auf die Teilnahme an bundesweiten Ringkampfabzeichen vor.
Einsatz des Elementarringens

Der Einsatz des Elementarringens mit seinen vielfältigen einfachen Zweikampfaufgaben bietet bereits für unerfahrene Anfänger die Möglichkeit, sich so richtig auszupowern. So gilt es etwa, auf der Ringermatte das Vorwärtskommen des Partners zu bremsen oder das Aufstehen des Partners aus der Bodenlage zu verhindern.

Ziel beim Ringen ist es, den Gegner mit fairen Mitteln auf die Schultern zu legen. Gelingt dies nicht, gewinnt, wer die meisten Punkte für seine Aktionen sammelt. Ringen ist aufgrund seines Wesens prädestiniert zur Gewaltprävention, unter anderem in Kindergärten und Schulen. Schmerzhafte oder den Gegner gefährdende Griffe sind streng untersagt.

Begeisterte Kinder und Anerkennung im Umfeld: Das ist das Ergebnis eines auf kindgerechte Bewegung und Wertschätzung aufgebauten Konzepts, mit dem "BERIKI" Sportstunden in zehn Kindergärten und Grundschulen im Rahmen von Gewaltprävention anbietet.

Insgesamt trainieren zehn Übungsleiter die Kinder in mehreren Leistungsgruppen. Schon im Alter von drei Jahren können die "Mattenhüpfer" bei Jutta Schmitt ihre ersten Erfahrungen auf der weichen Ringermatte sammeln. Neben lizenzierten und erfahrenen Übungsleitern stellen sich auch einige erfolgreiche junge Ringer in den Dienst der Sache. Ihre Mithilfe spornt die Kinder an und das Training macht so richtig Spaß.

 
Artikel  aus den wnoz vom: 11.04.2015