Der Ring- und Stemmclub hat einen neuen Vorsitzenden. Ralf Schmitt, der bisher der zweite Vorsitzende war, löste Jürgen Zang ab. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins entschieden. Zang betonte, dass seine Gesundheit leicht angeschlagen sei und es Zeit für ihn sei, etwas kürzer zu treten. Diese Entscheidung falle ihm nicht leicht. Trotzdem werde er die Vereinsarbeit weiterhin unterstützen. "Ich möchte nun anderen Platz machen, die neue Impulse setzen können", so Zang.
Zang blickte auf das vergangene Jahr zurück. Nachdem der Ring- und Stemmclub freiwillig auf einen Aufstieg in die Regionalliga verzichtet hatte, war er in die Verbandsliga "strafversetzt" abgestiegen und durfte nicht in der Oberliga bleiben. Einige Leistungsträger des Vereins sind deswegen ausgetreten. Dennoch schaffte es der Ring- und Stemmclub mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verlustpunktfrei Meister der Verbandsliga zu werden und wieder in die Oberliga aufzusteigen. "Die Mannschaft hat gemeinsam an einem Strang gezogen", lobte Zang. Er bedankte sich bei den Sportlern und Mitwirkenden für deren Moral und Einsatz. Im letzten Jahr hat außerdem wieder ein Hoffest stattgefunden, und zudem beteiligte sich der Verein an der Kerwe. Zang bezeichnete die Saison insgesamt als "erfolgreich und positiv". Der Weg der Randsportart Ringen werde immer schwerer, betonte Zang. Während für die Fußballer ein schöner neuer Kunstrasenplatz angelegt wurde, kämpfe der Ring- und Stemmclub um Hallenkapazitäten. Deswegen gibt es seit diesem Jahr die Ringkampfgemeinschaft Laudenbach-Sulzbach.
Das sei eine Maßnahme dieser beiden Vereine, um "sportlich und finanziell das Fortkommen des Ringsports an der Bergstraße zu sichern." Die beiden Vereine werden den Wettkampfbetrieb im Ringkampfsport nun gemeinsam ausüben, sowohl im Aktiven- als auch im Jugendbereich. Dennoch bleiben beide Vereine bestehen. Die Kampfgemeinschaft sei eine gute Perspektive, auch für den Kinder- und Jugendbereich, so Zang. Der Technische Leiter Markus Simon betonte die herausragende Leistung von Julian und Florian Scheuer im letzten Jahr. Julian Scheuer war deutscher Meister und Florian Scheuer dritter deutscher Meister geworden. Außerdem lobte Simon den Zusammenhalt und Kampfgeist der Mannschaft in der letzten Saison. Jugendleiterin Carmen Scheuer berichtete, dass die BERIKI (Bergsträßer Ringerkids) momentan 75 Jungen und Mädchen haben. Im letzten Jahr machten die Kinder drei Ausflüge. Sie grillten und besuchten das Bellamar sowie ein Museum in Speyer. Scheuer bedankte sich für das Engagement, das Michael Schmitt für die Jugendarbeit aufbringe.
Bei den Wahlen wurde neben dem neuen Vorsitzenden Ralf Schmitt auch sein Bruder Stefan Schmitt einstimmig als zweiter Vorsitzender gewählt. Norbert Rabko wurde erneut zum zweiten Kassierer gewählt.
Karl Beck ist nun erster und Martin Hennig zweiter Kassenprüfer. Finanziell verfügt der Verein über einen positiven Bestand, machte aber gegenüber dem Vorjahr ein wenig Verlust. Deswegen sei es nun ein Ziel des Vereins, seine Sponsoren zu halten und eventuell neue dazuzugewinnen, so Pressewartin Daniela Zang. Jürgen Zang kündigte die Termine an, die in diesem Jahr anstehen.
Das Hoffest wird wieder stattfinden und der Verein wird sich erneut an der Kerwe beteiligen. Am 16. Mai tritt die Ringkampfgemeinschaft dann zum ersten Mal gemeinsam auf und kämpft gegen den KSV Hemsbach im NBRV Pokal. Außerdem hat sich der Verein für eine Landesmeisterschaft im Januar nächsten Jahres beworben. ac
Artikel aus den wnoz vom: 02.04.2015