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Laudenbach/Sulzbach. Die Mitglieder haben ihren Segen erteilt, der Bildung einer Ringer-Kampfgemeinschaft zwischen dem RSC Laudenbach und dem KSV Sulzbach steht nichts mehr im Wege. Nach dem positiven Beschluss bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des RSC Laudenbach gab es nun auch bei der Jahreshauptversammlung des KSV Sulzbach ein klares Votum für eine Kampfgemeinschaft. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung sprach sich eine große Mehrheit für den Schritt in eine neue Zukunft aus.

Damit gibt es in der kommenden Saison 2015 nach Handballern und Fußballern mit den Ringern bereits die dritte Sportart, in der Bachgemeinden von der Bergstraße eine enge Partnerschaft eingehen. Unter dem Namen KG Laudenbach/Sulzbach sollen zwei Mannschaften gebildet werden. Die erste wird aller Voraussicht nach in der Oberliga starten und nimmt dort den Platz ein, der dem RSC Laudenbach im Falle des Aufstiegs aus der Verbandsliga zustehen würde.

Das zweite Team der Kampfgemeinschaft tritt 2015 in der Landesliga an, mit dem Ziel "möglichst gleich in die Verbandsliga aufzusteigen", erklärt Sulzbachs Kassier Bernd Seiler. "In der Landesliga ist richtiger Mannschaftssport im Ringen kaum anzubieten", sagt Seiler mit Blick auf die Erfahrungen des KSV in der laufenden Runde.

Die Bildung einer Kampfgemeinschaft ist bereits mit dem Nordbadischen Ringerverband (NBRV) abgestimmt. Beide Stammvereine behalten auf jeden Fall ihre Selbständigkeit. "Und beide haben auch das Recht, bei Bedarf die Kampfgemeinschaft wieder aufzulösen", sagt Seiler. Geplant ist, die Heimkämpfe der KG in der nächsten Runde abwechselnd einmal in Laudenbach und einmal in Sulzbach auszutragen.

Für den Trainerposten und die sportliche Leitung ist ein "Dreigestirn" angedacht mit den beiden bisherigen Trainern Markus Simon (RSC) und Marc Heinzelbecker (KSV) sowie Arkadiusz Böhm.
Jugend muss noch warten

Im Jugendbereich wird es 2015 allerdings noch keine KG Laudenbach/Sulzbach geben. "Das gehen wir erst für 2016 an", erklärt Seiler. Zurzeit bilden sowohl der RSC als auch der KSV mit anderen Vereinen eine Jugendkampfgemeinschaft, die Laudenbacher mit Bensheim, die Sulzbacher mit Viernheim. "Mit Viernheim sind wir schon in der dritten Saison zusammen", so Seiler. "Und in gegenseitiger Absprache wollten wir die Zusammenarbeit jetzt nicht abrupt beenden, sondern 2015 noch fortsetzen. Eine neue Jugendkampfgemeinschaft mit Laudenbach soll erst langsam zusammenwachsen."

In den kommenden Tagen werden noch Detailfragen bezüglich der KG Laudenbach/Sulzbach in gemeinsamen Sitzungen beider Vereine abgestimmt. Die neue Partnerschaft soll zudem über den sportlichen Aspekt hinausragen.

"Wir wollen uns gegenseitig auch bei Veranstaltungen helfen und allgemein die Kräfte bündeln", sagt RSC-Vorsitzender Jürgen Zang. "Wir erhoffen uns durch die Kampfgemeinschaft eine Reanimation des Ringkampfsports an der Bergstraße." Längerfristig könne eine Randsportart nur mit einer breiteren Basis aufrechterhalten werden. Wenn die KG in der Oberliga an den Start gehe, wäre es zudem für Talente aus den eigenen Reihen wieder interessanter, eventuell in die Heimatvereine zurückzukehren, hofft Zang. bk

Auszug aus der wnoz vom 05.12.2014
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Mit freundlichen Grüßen

Daniela Zang
Pressewart- und Schriftführerin