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Kaum eine Stunde brauchten Jürgen Zang und seine Vorstandskollegen, um vor der höchst zufriedenen Ringerfamilie am Freitagabend im Restaurant "Bergstraßenhalle" den tadellosen Inhalt des "momentanen Rundum-sorglos-Pakets" auszubreiten, wie es der RSC-Chef mit einiger Genugtuung formulierte. "Wir haben es geschafft, das RSC-Schiff im Wind zu halten", lobte der Kapitän seine Mannschaft, die in einer Zeit, in der jeder nur noch mit sich selbst beschäftigt sei, eisern zusammengehalten habe.

Zang schwelgte in sportlichen Erinnerungen an Moral und Teamgeist der RSC-Athleten und lobte neben den übrigen sportlichen Leistungen der Aktiven besonders den geschlossenen Zusammenhalt, den beide Mannschaften gezeigt haben. "Unser Traditionsverein ist gesund, der RSC steht auf einem soliden sportlichen Fundament." Doch das Lob des Vorsitzenden bezog sich nicht nur auf die sportlichen Leistungen der Aktiven, sondern auch auf jene, die an allen Fronten hinter ihnen stehen. Eine von ihnen sei Daniela Zang, die ihm in ihrem Amt als Schriftführerin und Pressewartin den Rücken von allem freihalte, "das mit Papier zu tun hat". Nach dem "wahnsinnig erfolgreichen Jahr 2012" sei der weitere Weg des RSC in sportlicher, gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht gefestigt, prognostizierte der Vorsitzende und erinnerte an jene Ereignisse des vergangenen Jahres, die zum Erfolg beigetragen hatten. Der traditionelle Rosenmontagsball und auch die Organisation der Deutschen Meisterschaften sei dank der vielen Helfer ein herausragender Erfolg gewesen ebenso wie das Hoffest, das auch heuer im Anwesen von Alois Nickel eine Neuauflage erfahren wird. Nicht zu vergessen den Publikumsrenner "Üwwerstärtzer", die RSC-Kneipe der drei tollen Kerwetage. Mit allen diesen Veranstaltungen und mit einer unerwartet erfolgreichen Verbandsrunde sei der RSC zu neuer Größe mit "Ringsport vom Allerfeinsten" gewachsen.

Neues Konzept

Dem brauchte Vizechef Ralf Schmitt als Sprecher der Sportleiter nicht allzu viel hinzufügen. Das neue Konzept mit dem Trainergespann Markus Simon, Marco Bechtel, Jürgen Simon und Christian Götz als erfahrene Ringer im Hintergrund, von denen die jugendlichen Nachwuchsringer noch viel lernen könnten, sei erkennbar gut angekommen und aufgegangen. Auch die Neuzugänge seien hervorragend integriert; die Mannschaften seien zu einer festen Einheit mit großem Teamgeist gewachsen. Mit dem Einsatz der "Eigengewächse" sei ein bemerkenswerter Neuanfang gelungen, zeigte Ralf Schmitt sich erfreut darüber, den Weg aus der Talsohle gefunden zu haben. Eine Überraschung sei die neu aufgestellte 2. Mannschaft. Sie bestehe fast ausschließlich aus Jugendringern und habe es "mit Ehrgeiz und einer tollen Moral" verdient zur Meisterschaft gebracht. Diese Erfahrung mache Mut, auch künftig auf eigenen Nachwuchs zu setzen und Abgänge nach Möglichkeit zu vermeiden, bekräftigte Schmitt gute Vorsätze. Zuversichtlich bleibt in dieser Hinsicht auch Jugendleiterin Carmen Scheuer. Sie nannte die gut funktionierende Kampfgemeinschaft mit Bensheim, aber auch einen Kinobesuch, einen Ausflug nach Frankfurt mit dem "Äppelwoi Express" und einen vergnüglichen Abend auf der Bowlingbahn in Viernheim. "Sportliches Ringen hat mit Raufen auf dem Schulhof nichts zu tun", appellierte Jugendleiterin Carmen Scheuer an die Eltern Sechs- bis Achtjähriger, den Ringsport als Alternative zum übermächtigen Fußball zu erwägen.

Finanziell steht der RSC auf sicherem Fundament mit vorbildlicher Kassen- und Buchführung, was die Kassenprüfer Ralf Nischwitz und Co-Revisor Jonas Schmitt mit größtem Lob bestätigten und nichts zu beanstanden hatten. Die einstimmige Entlastung brachte unter dem Vorsitz von Wahlleiter Markus Fleischhauer bei der turnusmäßigen Abstimmung ebensolche Ergebnisse. Jürgen Zang wurde in seinem Amt als Vorsitzender ebenso bestätigt wie Zweiter Kassier Norbert Rabko. Jonas Schmitt ist automatisch "befördert" zum 1. Kassenprüfer, zum Vize-Revisor bestimmten die Mitglieder Bernd Helling. he (Auszug aus den Weinheimer Nachrichten vom 04.02.2013)