Nach dem Sieg im Achtelfinale wurde dem RSC Laudenbach die Bundesliga-Mannschaft der SVG Weingarten zugelost. Der Kampf um den Einzug ins Halbfinale wurde durch Weingarten kurzfristig auf den vergangenen Sonntag (23.06.) gelegt. Dieser Termin war für den RSC nicht zu halten und bat somit um Kampfverlegung.

Gründe diesen Termin zu verschieben hatten die Laudenbacher Ringer zu genüge:

Zum einem fand an diesem Sonntag ein DRB U-23 Kaderturnier in Benningen statt, an dem drei leistungsstarke Ringer des RSC' s vertreten waren. Gemeldet wurden die Athleten durch den Landestrainer des NBRV. Weiter fand am vergangen Wochenende das sehr gut besuchte Hoffest auf dem Bauernhof Nickel statt, welches schon seit Monaten terminiert, geplant und organisiert war. Hierbei handelt es sich um eine Großveranstaltung mit buntem Rahmenprogramm (u.a. Freundschaftskämpfe gegen den SRC Viernheim), das mehrere Hundert Besucher anlockt. Dieses Fest dient u.a. dazu bei, den Sportbetrieb in Laudenbach zu finanzieren und verlangt jede helfende Hand beim Auf- und Abbau sowie bei der Durchführung selbst. 

Diese Argumente waren Weingarten nicht genug, um einen mit Sicherheit hoch interessanten Kampf zu verlegen. Das Angebot, den Kampf an jedem anderen Tag in der darauf folgenden Woche auszutragen wurde nicht angenommen; ebenso wenig wie das Angebot auf Heimrechttausch – eine Kampfverlegung von 16.00 auf 20.00 Uhr war vollkommen indiskutabel. Eine Rumpfmannschaft zu senden, die wir an diesem Tag nicht einmal komplett hätten aufbieten können, macht keinen Sinn, da sportlich interessante und vor allem ebenbürtige Kämpfe in unserem Interesse liegen.

Da Weingarten angeblich die vereinseigene Ringerhalle an keinem anderen Tag zur Verfügung steht wurde somit der Kampf 0:32 für Weingarten gewertet. Auch der Vorschlag an den NBRV, den Kampf nach der nächsten Auslosung stattfinden zu lassen, wurde ebenfalls abgelehnt.

Der RSC Laudenbach hätte jeden Termin außer besagten Sonntag angenommen und vor allem die Herausforderung gegen einen solch starken Gegner zu kämpfen. Wir hatten uns auf einen sehr spannenden Kampf gefreut, trotz deren großen Favoritenrolle. Trotz allem beharrte die SVG Weingarten auf ihren Termin.

Meinungen zu so einem fragwürdigen Aus dürfen und sollen sich alle selbst machen, aber eine Theorie ist die Angst des "Goliath" - dem viele ausländische Spitzenathleten unter dem Jahr nicht zur Verfügung stehen - eine Niederlage gegen "David" einstecken zu müssen, der auch in diesem Jahr auf die gute Stimmung im Team mit Sportlern aus den eigenen Reihen und der Region baut.

Noch fraglicher wird die Entscheidung, den Kampf nicht zu verlegen, vor dem Hintergrund, dass der Vizepräsident des DRB im Marketing - Frank Heinzelbecker, gleichzeitig Trainer in Weingarten, solch einen Sieg am Tisch nötig hat und auch der NBRV hierzu bislang keine Stellung bezog.

Werbung für den ältesten Sport der Welt war dies mit Nichten!