"Freuen wir uns auf die Chance 2011 - das Potenzial haben wir", wagte RSC-Chef Jürgen Zang vor einem Jahr nach schmerzhafter Durststrecke eine bemerkenswert optimistische Prognose. Er behielt Recht und schmückte die gutbesuchte Jahreshauptversammlung am Freitagabend (13.01.) an gleicher Stelle - im Restaurant "Bergstraßenhalle" - mit dem Fazit eines rundum erfolgreichen Jahres: "Unser Traditionsverein ist gesund, der RSC steht auf einem soliden sportlichen Fundament."

Das vergangene Jahr sei geprägt gewesen von zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen, erinnerte der Vorsitzende an den Rosenmontagsball, der erstmalig unter dem Motto "Ischgl Aprés Ski Party" stattfand und dem Kinder Rosenmontagsball am Nachmittag, das mit viel Elan auf dem Nickel-Hof zelebrierte Sommerfest und an den Publikumsrenner "Üwwerstärtzer", die RSC-Kneipe der drei tollen Kerwetage.

 

Erfolgreiche Saison bewältigt

Mit allen diesen Vereins-Präsentationen und bei der personalintensiven Gemeinschaftsveranstaltung "Tanz mit der BigBand" habe die ganze RSC-Familie eine erfolgreiche Saison 2011 bewältigt. Zang schwelgte in sportlichen Erinnerungen an Moral und Teamgeist der RSC-Athleten vor allem in der erfolgreichen NBRV-Pokalrunde mit packendem Finale gegen Zweitligist Schriesheim und lobte neben den übrigen sportlichen Leistungen der Aktiven besonders die "über die Landesgrenzen hinaus bekannte vorbildliche Jugend- und Nachwuchsarbeit", die immer wieder mit kleinen Rohdiamanten überrasche und einen Meilenstein für den RSC und den Ringsport setze. Die Zusammenarbeit mit den Laudenbacher Kindergärten, der Sonnberg-Grundschule und der AWO sei längst ein fester Bestandteil der RSC-Nachwuchsarbeit, ebenso die Aktivwoche in den Herbsferien. Auch die auf das Tanzen konzentrierte Breitensportgruppe erfreue sich gerade bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit, verwies Zang auf die sportlichen Erfolge des Vereins, die Sportwart Ralf Schmitt anschließend unter die Lupe nahm.

Nach dem Abstieg in die Oberliga sei mit Laudenbacher "Eigengewächsen" ein bemerkenswerter Neuanfang gelungen, zeigte Schmitt sich erfreut darüber, den Weg aus der Talsohle gefunden zu haben. Seine Hochachtung galt den jungen Nachwuchsringern, die sich unermüdlich und tapfer "in den Dienst der 1. Mannschaft" gestellt und so zu einem immerhin sechsten Platz beigetragen hatten.
Eine Überraschung sei die neu aufgestellte 2. Mannschaft. Sie bestehe bei maximal zwei Erwachsenen ausschließlich aus Jugendringern und habe es "mit Ehrgeiz und einer tollen Moral" zur Meisterschaft gebracht. Diese Erfahrung mache Mut, auch künftig auf eigenen Nachwuchs zu setzen und Abgänge nach Möglichkeit zu vermeiden, bekräftigte Schmitt gute Vorsätze.
 
Ringen ist nicht gleich Raufen
"Sportliches Ringen hat mit Raufen auf dem Schulhof nichts zu tun", appellierte Jugendleiterin Carmen Scheuer an die Eltern Sechs- bis Achtjähriger, den Ringsport als Alternative zum übermächtigen Fußball zu erwägen. Derzeit sei es mangels Masse um die E-Jugend im RSC nicht gut bestellt. Der Frosch-Cup, im vergangenen Jahr mit großem Lob bedacht, werde heuer deshalb ausfallen müssen. Impulse erhofft sich die Jugendleiterin aus der gerade beim jüngsten Nachwuchs überaus beliebten Breitensportgruppe. Hier knüpfte Kassier Christian Wieland an. Der RSC zähle derzeit dank dieser relativ neuen Abteilung 355 Mitglieder. Dennoch sei festzuhalten: "Wir bleiben ein Ringverein, der auch der Jugend eine Basis geben will." Trotz hoher Ausgaben gerade bei der Organisation von Meisterschaften habe der Verein seine Verbindlichkeiten im Griff und verzeichne ein beruhigendes Polster, freute sich Wieland.
 
Schriftführer Wolfgang Homes, der sich mit der Bekanntgabe des Vorjahresprotokolls satzungsmäßigen Forderungen beugte, stellte sein Amt ebenso zur Verfügung wie Vizevorsitzender Jonas Schmitt. Ehrenmitglied und Kassenprüfer Karl Beck sowie Co-Revisor Ralf Nischwitz hatten nach den überwiegend zuversichtlichen Berichten weder an der Kassen- noch an der Vereinsführung etwas auszusetzen. Die einstimmige Entlastung vor turnusmäßiger Neuwahl eines Teils des Vorstandes war Formsache.
 
Seit den Vorstandswahlen 2011 sind im Amt: Jürgen Zang als 1. Vorsitzender, Carmen Scheuer als Jugendleiterin sowie Kadir Caliskan und Florian Hennig als Internet-Beauftragte.
Turnusmäßig neu gewählt wurden:
Zweiter Vorsitzender: Ralf Schmitt, Erster Kassier: Christian Wieland, Schriftführer und Pressewart: Daniela Zang, Sportwart Ringen (Technischer Leiter): Kadir Caliskan sowie Zweiter Kassenprüfer: Jonas Schmitt, Beisitzer. he
(Auszug aus den Weinheimer Nachrichten vom 16.01.2012)