IMG_0434            IMG_0614

Über drei Tage hinweg war die Laudenbacher Bergstraßenhalle Blickpunkt und Wettkampfstätte des Ringkampfsports: Der Ring- und Stemmclub Laudenbach fungierte als Ausrichter der deutschen Meisterschaften der A-Jugend im griechisch-römischen Stil und zeigte sich für diese Titelkämpfe mit 161 Teilnehmern in zehn Gewichtsklassen als würdiger Ausrichter in Sachen Organisation und Durchführung. Dabei war auch die große Erfahrung des Ausrichters zu spüren.

Nach 2006 und 2008 hatte der RSC Laudenbach bereits zum dritten Mal den Zuschlag erhalten, eine deutsche Jugendmeisterschaft in der Bergstraßenhalle zu präsentieren.
Der Freitagabend (09.03.) begann mit der Eröffnungszeremonie. Zunächst erfolgten der Einmarsch der 161 Athleten und 21 Kampfleiter. Nach den einzelnen Begrüßungsworten und der Nationalhymne (gesungen von Marina Mörmann) fiel der Startschuss zur Freigabe der Kämpfe in den zehn Gewichtsklassen. Die 14 bis 17 Jahre alten Nachwuchshoffnungen kämpften auf insgesamt 3 Matten.

Am Samstagmittag lud die Gemeinde Laudenbach um Bürgermeister und Schirmherr Hermann Lenz die Kampfleiter, die Verbandsoffziellen sowie die Offiziellen vom DRB, NBRV und weitere geladene Gäste in den Festsaal der Sonnbergschule zu einem Empfang ein.

Am Sonntag fanden schließlich die Finalkämpfe mit feierlicher Siegerehrung statt.

Großes Lospech hatte Felix Losmann. Er traf in seinem ersten Kampf gleich auf den deutschen Vorjahresmeister der 42kg Klasse. Gegen Dario Keimig aus Großostheim gab es für den RSC Athleten eine 0:4, 0:4-Niederlage. Jedoch glänzte er am Ende mit einem souveränen Schultersieg in der Gewichtsklasse bis 46kg gegen Elias Stürmer (Thalheim) und sicherte sich somit einen guten 5. Platz.

Cedric Kriz (58kg) wartete mit einem Traumstart auf. Nach verlorener erster Runde und klarer Führung in der zweiten Runde schulterte der Laudenbacher seinen Kontrahenten Mark Lenser (Werdau/Sachsen). Lukas Schmitt (69kg) musste wiederum gegen Chris Schneider (Thalheim) in der zweiten Runde auf die Schultern und auch der vierte RSC-Starter, Niels Helling, schied trotz beherzter Kampfweise, vorzeitig aus.

Klaus Blank, Jugendreferent des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), zeigte sich denn auch "überaus zufrieden" mit der Organisation: "Der RSC hat sich viel Mühe gemacht und war ein guter Gastgeber der deutschen Ringerjugend". Lob zollte Blank auch dem Wettkampfbüro um Diana Mehner und Andrea Ewald. "Da hat Nordbaden ein eingespieltes und erfahrenes Team."

Bundestrainer Maik Bullmann, Olympiasieger von 1992 und inzwischen beim DRB für den Nachwuchs verantwortlich, sprach von einem "guten Niveau von vereinzelten Talenten und schönen Techniken".

Für den Nordbadischen Ringer-Verband (NBRV) zeigte sich Präsident Gerhard Ronellenfitsch mit der Ausrichtung durch den RSC ebenfalls zufrieden. Zum sportlichen Abschneiden meinte er: "Mit dieser recht jungen Mannschaft haben wir Beachtliches erreicht." Landestrainer Willi Ullrich, der in der Bergstraßenhalle von seinen Assistenten Klaus Vogel und Sven Lay unterstützt wurde, lag mit seiner Prognose von "zwei Medaillen und einigen guten Platzierungen" goldrichtig.

Nordbaden war dazu in den Platzierungskämpfen um Rang fünf dreimal vertreten, die allesamt gewonnen wurden. In der Verbandswertung belegte Nordbaden Platz 8.

Der RSC bewies sich bei der Ausrichtung dieser deutschen Meisterschaft einmal mehr als hervorragender Gastgeber. Die Verantwortlichen trafen mit ihrem Organisationstalent alle erforderlichen Voraussetzungen, dass sich die Teilnehmer und Zuschauer in der Bergstraßenhalle wohlfühlten.

Ein faires, erfolgreiches Turnier mit vielen schönen und spannenden Kämpfen – das waren die Deutschen A-Jugend Meisterschaften vom 09.-11.03.2012 in Laudenbach.

 

Parallel dazu fand am gleichen Wochenende die Austragung der Deutschen A-Jugend Meisterschaften im freien Stil in Kleinostheim statt.

Für den RSC Laudenbach und den Landesverband Nordbaden ging Dominik Schmitt auf die Matte. Er belegte in der Gewichtsklasse bis 50kg Platz 14.