Auch wenn er niemals an vorderster Stelle stand und dies auch nicht anstrebte, gilt er als die Institution schlechthin innerhalb des Ring- und Stemmclubs: Karl Beck junior. Bereits mit sieben Jahren stand er 1947 bei einem Wettkampf gegen Fürth erstmals auf der Matte. Sein Vater hatte seinen Jungen frühzeitig für das Ringen begeistern können. In den Anfangsjahren war für den jüngeren Karl der ältere Bruder Hans sportliches Vorbild. Als Schüler und Jugendlicher erkämpfte sich Beck zahlreiche Bezirksmeisterschaften. Seinen größten Erfolg verbuchte er 1958 als gesamtbadischer und fünfter Deutscher Jugendmeister.

Mit 16 Jahren kam Beck 1956 in die erste Mannschaft und in den folgenden Jahren sorgte der RSC für viele positive Schlagzeilen mit dem Höhepunkt 1959, als der Aufstieg in die Oberliga gelang. 1967 beendete er seine sportliche Laufbahn, als er in den talentierten Nachwuchsringern Karl Jülch und Karlheinz Schüßler seine Nachfolge als geregelt ansah, die sich dann allerdings entgegen aller RSC-Hoffnungen für den Fußball- bzw. den Handballsport entschieden. Als Anfang der 70er Jahre der Verein in eine Krise geriet und sogar keine Mannschaft stellen konnte, folgte er dem Aufruf von Theo Geiger und Bruder Hans und stellte sich nochmals drei Jahre in den Dienst der Mannschaft. Im Anschluss wirkte er als Jugendleiter und war seit 1976 viele Jahre technischer Leiter für das Ringen im Verein. Er löste damit auch ein Versprechen ein, das er seinem Vater gegeben hatte. Vor einigen Jahren trat er zwar offiziell in die zweite Reihe zurück, aber bis heute ist Ringen ohne ihn beim RSC undenkbar.