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Auswärtskampf Viernheim

Foto: Mirko Hilkert (oben) gegen Frank Losmann (unten)

KG Laudenbach/Sulzbach bei 6:27 Auswärtsniederlage ersatzgeschwächt

Viernheim lehnte im Frühjahr die Teilnahme an der neu gegründeten Ringerbundesliga ab und wurde dadurch von der 2.Bundesliga in die Oberliga zurückgestuft. Dort stellten die Südhessen aber gleich wieder die Weichen auf Meisterschaft und Aufstieg zur Baden-Württembergischen Regionalliga. Nachdem Viernheim die beiden härtesten Verfolger Niederliebersbach und Ladenburg klar ausschaltete, wollten sie sich auch gegen die KG Laudenbach/Sulzbach keine Blöße geben und traten vor heimischer Kulisse in Bestbesetzung an. Dagegen konnte die KG nur ersatzgeschwächt zum Auswärtsderby antreten. Neben den verletzten Marco Bechtel, Felix Losmann, Lukas Schmitt und Tim Hilkert fehlten zudem Marcel Merz sowie das polnische Duo Szymon Makuch und Pawel Malicki, die an einem internationalen Turnier teilnahmen. So blieb für die KG nur das Ziel, den Zuschauern möglichst gute Kämpfe zu zeigen. 

 

Gerhard siegt vorzeitig, Viernheim führt früh

In der Klasse bis 57 kg hatte es KG Youngster Tim Scheid mit dem bulgarischen Freistilspezialisten Peev zu tun.  Scheid bot beherzt Paroli, musste Peev aber dennoch in der sechsten Minute den vorzeitigen Sieg überlassen. Bis 130 kg im gr.-röm. Stil traf KG Ringer Frank Gerhard auf den zweiten Bulgaren im Viernheimer Team, Mohammed Rachid. Gerhard spielte seine ganze Erfahrung aus, drängte Rachid in die Defensive und gewann vorzeitig mit 15:0.

Zwei alte Bekannte trafen mit Viernheims Mirko Hilkert und Frank Losmann für die KG in der Klasse bis 61 kg gr.-röm. aufeinander. Hilkert, der bei Einzelmeisterschaften für seinen Stammverein Sulzbach startet, konterte bereits in der ersten Runde einen Angriff Losmanns und gewann auf Schulter. Nicht zur Entfaltung kommen ließ anschließend KG Ringer Dominic Flade den Viernheimer Murafov und überließ ihm lediglich 3 Mannschaftspunkte. Durch die kampflosen Punkte in der Klasse bis 66 kg führte Viernheim zur Pause mit 15:4.

Verletzungsbedingte Aufgabe im Brüderduell

Vor einer Mammutaufgabe stand in der 86 kg Klasse der 17-jährige Julian Scheuer gegen den Viernheimer Ringertrainer Toni Seifert. Scheuer zog sich gut aus der Affäre, konnte zu Beginn gut mithalten, musste den konditionsstarken Seifert dann in der zweiten Runde wie erwartet aber davon ziehen lassen. In der Klasse bis 71 kg gab der verletzte Tim Hilkert gegen seinen Bruder Pascal gleich zum Kampfbeginn auf und als Tobias Schmitt die Überlegenheit des Viernheimers Matthias Schmitt in der Klasse bis 80 kg anerkennen musste, führte Viernheim bereits uneinholbar mit 27:4.

Böhm und Kriz siegen für die KG zum Abschluss

Einen spannenden Kampf lieferten Arkadisuz Böhm (KG/75 kg/Freistil) und Sebastian Schmidt der großen Kulisse. Immer wieder konterte Böhm die schnellen Beinangriffe des jungen Schmidt und erkämpfte sich nach der vollen Kampfzeit einen 5:3 Punktsieg. Zum Abschluss traf KG Ringer Cedric Kriz in der Klasse bis 75 kg im gr.-röm. Stil auf den Ex- Laudenbacher Florian Scheuer. Kriz ging mit einem Überwurf in Führung, musste Scheuer im weiteren Verlauf dann noch zwei Verwarnungspunkte überlassen, um am Ende mit 4:2 das bessere Ende für sich zu behalten. Endstand 27:6 für Viernheim.