Landesmeisterschaft am 11.02.2017 in Laudenbach

Gastgeber KG stellt vier Landesmeister

 

Mit 13 Ringern ging die Kampfgemeinschaft aus Laudenbach und Sulzbach bei den eigenen Landesmeisterschaften in der Laudenbacher Bergstraßenhalle an den Start. Die Trainer Marc Heinzelbecker, Tim Hilkert und Lukas Schmitt freuten sich über vier Meistertitel durch Neuzugang Frank Gerhard im Schwergewicht, Julian Scheuer, Mark Maier und Falu Lowe.


Vizemeister wurden Lukas Schmitt sowie Pascal Hilkert und Tobias Horneff, Henry Jürgens und Dominik Bauer erkämpften sich die Bronzemedaille. Das gute Ergebnis wurde abgerundet durch den 4.Rang von Eemil Höhn und die weiteren Platzierungen von Noah Wanzel (5.), C. Waldi (6.) und Kevin Bartmann (6.).

 Ergebnisse: http://www.liga-db.de/Turniere/LM/NBD/2017/DE/170211_Laudenbach/indexGER.htm

lm2017teamkgLandesmeister Julian ScheuerLandesmeister und neuer KG Schwergewichtler Frank Gerhard

Nordbadischer Ringerverband im Aufwind

Mit 215 Teilnehmern aus 22 Vereinen waren die Landesmeisterschaften der Nordbadenringer im gr.-röm. Stil sehr gut besucht. Im Freistil gingen vor Wochenfrist in Viernheim gar 254 Ringer auf die Matten. Das spricht für die gute Arbeit der Vereine im Nordbadischen Ringerverband, der sich augenscheinlich im Aufwind befindet. An den Start gingen Ringer von der E- Jugend bis hoch zu den Männern in insgesamt sechs Altersklassen.

Mit der SVG Weingarten und dem KSV Ispringen stellt der NBRV den amtierenden Deutschen Meister und Vizemeister der Männerteams.

Vereine als Keimzelle.

Die Ringervereine in Nordbaden haben die Herausforderungen der veränderten gesellschaftlichen Einstellungen und die für das Ringen nicht gerade förderliche Medienlandschaft angenommen und konzentrieren sich auf ihre regionalen Stärken und eine engagierte Nachwuchsarbeit. Ein schwerer und aufwendiger Weg gegen viele Widerstände. Aber augenscheinlich erfolgreich.

Ringerhochburg Bachgemeinden an der nördlichen Badischen Bergstraße

Insbesondere zeigen sich die Ringervereine mit einem Radius von 2km um das örtliche Zentrum Hemsbach als Ringerhochburg. Jeder der Vereine aus Hemsbach, Laudenbach, Niederliebersbach und Sulzbach mit einem eigenen erfolgreichen Konzept. Bei den Meisterschaften in Laudenbach wurde Hemsbach mit 24 Startern und 103 Mannschaftspunkten Sieger der Mannschaftswertung und zehn neuen Landesmeistern. Gefolgt von Graben-Neudorf und Niederliebersbach (14 Tln./67 Punkte/9 Meister). Die KG Laudenbach/Sulzbach schickte 13 Ringer ins Rennen, erreichte 53 Punkte und stellt vier Turniersieger. Insgesamt erkämpften sich die Bachgemeinden fast ein Drittel der erzielten Mannschaftpunkte.

Helfer waren gefordert bei der LM

Als am Samstag um 18 Uhr die Siegerehrung bei der Landesmeisterschaft der Ringer in Laudenbach endete, gingen die Helfer des RSC Laudenbach noch einmal in den Endspurt und übergaben nach 12 Stunden Anspannung Punkt 20 Uhr die Bergstraßenhalle picobello. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass die Bergstraßenhalle tagsüber einem Hexenkessel mit mehreren hundert Sportlern und Zuschauern glich. Den Helfern des RSC Laudenbach unter Federführung von Ralf, Stefan und Michael Schmitt, wurde beim technischen Ablauf und der Bewirtung der Anwesenden alles abverlangt. Erschwerend kam hinzu, dass dem RSC die Halle am Tag vor der Veranstaltung erst spät abends zur Verfügung stand und eine Nachtschicht erforderlich machte. Allen Beteiligten  gilt an der Stelle ein herzlicher Dank für ihren anstrengenden Einsatz. Auch der Delegation des Partnervereins KSV Sulzbach, die tatkräftig unterstützte.

Technischer Ablauf über Computernetzwerk

Eine Großveranstaltung, wie die Landesmeisterschaft im Ringen in Laudenbach, läuft komplett ab über Computer und die Software Ringo. Das Wettkampfbüro unter Leitung von Diana Mehner vom Nordbadischen Ringerverband ist die Schaltzentrale. Es war vernetzt über LAN mit den Laptops der vier Matten und den erhöht sitzenden Hallensprechern Markus Fleischhauer und Steffen Kratzmüller. Die Anzeige der Kampfverläufe an den Matten erfolgte über große Monitore. Markus Gramlich und sein Team von jungen Sportlern zeichneten sich verantwortlich für die Erneuerung der Aushanglisten und die Überbringung der Punktezettel zu den einzelnen Matten. Sie legten einige km zurück, bis die Veranstaltung abgewickelt war. Für den Sanitätsdienst zeichnen sich in gewohnter Manier Carmen und Manfred Scheuer verantwortlich.

Mattensplitter

Die Ergebnisse der Kämpfe wurden zeitnah ins Internet gestellt, wodurch die Daheimgebliebenen über den Verlauf des Turnieres und ihrer Favoriten immer auf dem Laufenden waren.

Nette Gesten

Über den Tagesverlauf kommt es ab und zu vor, dass die Matten unter der Mattendecke wieder zusammengeschoben werden müssen. Die Kampfleiter geben bei Bedarf das Signal „Mattenkommando“. Da alle RSC Kräfte andernorts gebunden waren, freuten  sich die RSC’ler sehr über die spontane Hilfe der jungen Sportler vom Nachbarn KSV Hemsbach, die mehrfach unaufgefordert einsprangen und die Matten wieder richteten.

90% kann man planen. Aber vor dem Beginn einer Großveranstaltung tut sich doch noch die ein- oder anderen Überraschung auf, die dann ein schnelles Eingreifen erfordert. Frank Heinzelbecker, seines Zeichens Cheftrainer des frisch gebackenen Deutschen Mannschaftsmeister SVG Weingarten, dessen Wurzeln beim KSV Sulzbach liegen, sprang dann auch kurzer Hand unterstützend ein.

Leider konnte unser Fotograf Max Seiler krankheitsbedingt nicht wie gewohnt die Kämpfe aufnehmen. Dafür sprang seine Tochter und bekannte Ringerfotografin Marion Seiler in die Bresche und wird die Fotos in Kürze auf ihrer Homepage veröffentlichen.

Ein langer Tag für alle Beteiligten, Sportler, Helfer und Eltern

Wenn die Siegerehrung absolviert ist, haben die Sportler, darunter die E- Jugendlichen ab sechs Jahren, einen sehr anstrengenden Tag hinter sich von zehn Stunden plus die Anfahrt und die Heimfahrt. Das ist sehr viel und nicht mehr zeitgemäß. Hier ist der Verband gefordert, sich über alternative Möglichkeiten Gedanken zu machen.