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Das Jahr 2015 stellt eine Zäsur für den Ringkampfsport an der Bergstraße dar. Erstmals bilden der RSC Laudenbach und der KSV Sulzbach eine Kampfgemeinschaft und werden nicht mehr wie bisher als eigenständige Mannschaften an der Verbandsrunde teilnehmen (wir berichteten). Die neue KG Laudenbach/Sulzbach geht nach der Verbandsliga-Meisterschaft des RSC Laudenbach in der Oberliga an den Start und stellt zudem eine zweite Mannschaft in der Landesliga.

Doch aller Anfang ist schwer: So sei der Trainingsauftakt in der Kampfgemeinschaft eher schleppend verlaufen, räumt Markus Simon ein. "Da haben wir vor allem bei der Trainingsbeteiligung schon noch Defizite", sagt der bisherige RSC-Trainer. Er wird in der KG-Premierensaison ein "Trainerdreigespann" zusammen mit Marc Heinzelbecker, zuvor Trainer des KSV Sulzbach, und RSC-Rückkehrer Arkadiusz Böhm bilden. "Aus beruflichen Gründen werde ich mich allerdings im Trainerjob etwas zurücknehmen müssen", sagt Simon. "Ich kann die Intensität wie in den vergangenen drei Jahren beim RSC einfach zeitlich nicht mehr leisten."

Geplant ist daher, dass sich Marc Heinzelbecker vor allem um das Training im griechisch-römischen Stil kümmert und Arkadiusz Böhm im freien Stil. Der Rückkehrer ist bislang auch die größte Verstärkung für die neue Kampfgemeinschaft. Zuletzt rang er ein Jahr beim Regionalligisten TSV Benningen.

Die Oberliga-Mannschaft der neuen KG wird fast ausschließlich aus ehemaligen Ringern des RSC Laudenbach bestehen. "Der Großteil unserer Verbandsliga-Meistermannschaft bleibt uns treu, darunter Leistungsträger wie Marcel Merz, Florian Scheuer und Christoph Ries", freut sich Markus Simon. "Ich gehe zudem davon aus, dass auch Adam Piela verlängert."

Offen sei derzeit noch die Zukunft der letztjährigen RSC-Punktebank Ismail Murafov. "Die einzige Gewichtsklasse, in der wir noch nach einer Verstärkung suchen, ist das Schwergewicht im griechisch-römischen Stil. Alles andere können wir mit unserem vorhandenen Stamm abdecken", sagt Simon und gibt als Ziel für die erste KG-Saison in der Oberliga einen Platz zwischen vier und sieben aus.

Eine Rückkehr von Florian Losmann nach Laudenbach wird es indes nicht geben. Er ist vom KSV Schriesheim nach Freiburg in die 2. Bundesliga gewechselt, seinen Bruder Felix zieht es wiederum aus Ketsch zum KSV Schriesheim. Die zweite KG-Mannschaft strebt in der Landesliga auf Anhieb den Meistertitel an. Hier sollen auch einige Akteure des bisherigen Landesligisten KSV Sulzbach ins Team integriert werden. Während der Trainingsbetrieb derzeit komplett in Laudenbach über die Bühne geht, sollen die Saisonheimkämpfe abwechselnd in beiden Bachgemeinden ausgetragen werden. bk

Artikel aus den wnoz vom: 17.01.2015